Flirt nach Peinlichkeit
Lange ist es her, dass jemand seine Flirt-Erfahrungen bei mir abgeladen hat. Aber nun gibt es endlich wieder eine neue Episode dieser Reihe - eingesandt von Sabine via Mail:
Flirt nach peinlichem Auftritt
Ich muss zu meiner Schande gestehen, das ich ein richtiger Tollpatsch bin. Was schiefgehen kann und peinlich ist, ziehe ich magisch an. Und das natürlich auch in den Momenten, in denen ich das am wenigsten gebrauchen kann. So war es auch vor zwei Wochen. Ich war in der Mensa und zwei Meter vor mir in der Essensschlange stand Tobias, den ich schon öfter in einer Vorlesung gesehen hatte. Er war mir mit seinen blonden Haaren und den tiefblauen Augen mehrmals aufgefallen, bisher fehlte mir jedoch die Gelegenheit und ehrlich gesagt auch der Mut, ihn einfach anzusprechen.
Gut, ich sah ihn also in der Mensa und lud mir dabei mein Essen aufs Tablett. Kartoffelsuppe mit Würstchen gab es, eins meiner Leibgerichte. Mit dem Tablett in der Hand wollte ich dann irgendwann Richtung Tisch, lief an Tobias vorbei und war Stolz, mich nicht irgendwie seltsam benommen zu haben in seiner Gegenwart. Aber in dem Moment passierte es auch schon: Meine Tasche rutschte mir von der Schulter, schlug gegen mein Knie, ich verlor die Kontrolle über die Beine sowie mein Gleichgewicht, strauchelte einige Schritt vor und wieder zurück und schaffte es tatsächlich auf den Beinen zu bleiben. Außerdem schaffte ich es auch, dass der Teller mit der Suppe auf dem Tablett hin und her rutschte und sich schließlich über mir ablud.
Knallrot und vor Verlegenheit fast versinkend, nahm ich das Disaster in Form der Kartoffelsuppe auf meinen Klamotten wahr und hoffte gerade, das Tobias von all dem nichts mitbekommen hatte, als er auch schon vor mir stand und mich angrinste. “Eine glatte 10 in der Haltungsnote”, sagte er leicht spöttisch und ich hasste mich mal wieder für meine Tollpatschigkeit. Im nächsten Moment war ich aber vollkommen überrascht, denn Tobias versuchte, mit ein paar Servietten das schlimmste von meinen Klamotten runter zu holen und bat mir auch gleich an, eine neue Suppe zu holen, während ich mich auf der Toilette von den Kartoffelstückchen befreite.
Ein paar Minuten später stand ich wieder in der Mensa und Tobias lotste mich an einen freien Tisch. Dort brachte ich, mich noch immer schämend, kein Ton hervor, während er über Gott und die Welt sprach. Alles, was ich konnte, war mit hochrotem Kopf zu lächeln und hin und wieder einen Löffel Suppe essend - und mich wieder einmal bekleckern. Tobias lachte wieder und sagte dann: “Deine Pechsträhne reißt wohl nicht ab, was? Aber ehrlich gesagt finde ich gerade das echt süß an dir. Das, und noch ein paar weitere Dinge!”
Ich war echt baff. Da saß dieser Traumtyp vor mir, ich machte mich zum Deppen und er sagte auch noch, das ich süß wäre. So etwas war mir noch nicht passiert. Und leider war ich auch zu perplex, um darauf irgendwas Geistreiches zu sagen. So lächelte ich ihn nur selig an. Seit dem Tag lächeln wir uns immer zu, wenn wir uns in der Uni sehen und gestern fasste ich all meinen Mut zusammen und gab ihm einen Zettel mit meiner Telefonnummer. Am Abend rief er an und wir verabredeten uns für nächste Woche zu einem hoffentlich unfallfreien Cocktail. Ich bin echt gespannt, wie das noch weiter geht.
Hast Du auch einen tollen oder vielleicht sogar schrecklichen Flirt erlebt? Dann schreib es auf und schicke es an flirtblogger ät gmail punkt com. Ich freu mich über jede Erfahrung, die ich hier veröffentlichen kann!
Hey du arme =) war bestimmt total peinlich ne kann ich mir vorstellen aber wenn der dich mag und dann noch süß findet ist doch alles super für dich weiterhin viel viel glück und erflog.